Zeitig verließen wir das Hotel, um pünktlich um dreiviertel 6 am Fährterminal zu sein, dabei hatten wir das Glück die schönen Farben des Sonnenaufgangs bestaunen zu können. Das Boarding begann kurz nach 6, wobei echt viele Leute mit an Bord gingen.




Die Fähre war einfach richtig riesig, also soweit ich mich erinnern kann, dass bisher größte Schiff auf dem ich war. Hier gab es eigene Supermärkte, mehrere Restaurants und unzählige Spielautomaten. Also so stelle ich es mir auf Kreuztfahrtschiffen vor und ich denke, dass ist nicht ganz mein Reisestil, doch für die Überfahrt nach Helsinki wars zweckerfüllend.


Meine Mama und ich wechselten uns ab mit dem an Deck laufen, da wir unsere Koffer nicht in die vorhandenen Spinde einsperren wollten. Das Meer war hier sowas von ruhig, ganz ungewohnt und ich vermisste eindeutig die Eisberge aus der Antarktis.




Gegen halb 10 waren wir in Helsinki am Hafen angelangt. Die Menschenmassen der Fähre verteilten sich erstaunlicherweise echt gut und wir bekamen ohne Probleme in der ersten Bim Platz. Am Schiff hatte ich zuvor noch 3 Tagespässe für die Öffis in Helsinki gelöst. Mit diesen konnten wir in den zwei inneren Zonen um 20€ herum fahren was wir wollten. Da Helsinki doch größer ist als die drei anderen Städte davor, hatte ich mich dafür entschieden.



Mit der Bim fuhren wir zum Hauptbahnhof und von dort dann mit der U-Bahn weiter Richtung Quartier. Von der nähesten Station hatten wir noch 5min zu laufen, was auch mit Gepäck voll okay war. Der einzige Nachteil direkt vorm Hotel wurde die Straße umgebaut, so musste ich die Koffer über die Schotterpsiste tragen.
Im Hotel ließen wir unser Gepäck zur Aufbewahrung zurück, da der Check-In natürlich noch nicht möglich war. Dann machten wir unseren Weg wieder zurück in die Innenstadt zum Bahnhof. Ich traf mich dort kurz mit einer anderen Laborleitung aus NÖ, da diese auch gerade in Helsinki auf Urlaub war. Meine Mama lief in der Zwischenzeit in ein Touristinfozentrum und in ein paar umliegende Läden. Mein Austausch mit der Kollegin war von kurzer Dauer, da sie schon am Weg Richtung Flughafen war. Sie gab mir noch ein paar hilfreiche Tipps, da sie schon über 10mal in Helsinki war.
Mittags liefen wir dann zum Hafen runter, wo wir einen Markt fanden. Hier gab es einige Souvenirstände und auch Essensstände. Da gönnten wir uns unser heutiges Mittagessen, Kartoffeln, Gemüse und Lachs für Mama.






Anschließend liefen wir zum Startpunkt unserer Freewalkingtour, welcher direkt auf dem Platz vor der lutherischen Kathedrale (Dom zu Helsinki) war. Unser Guide war Eero, ein junger Mann, der echt gutes Englisch sprach. Wir erfuhren wirklich einige gute Geschichten. Unter anderem besteht Finnland aus 75% Wald und 10 % Seen. Bei einer ähnlichen Größe von Deutschland kommen sie nur auf 5,6 Millionen Einwohner. Sie wurden schon 9mal hintereinander zum glücklichsten Land der Welt gewählt. Eero meinte, das läge daran, dass hier nordische Standards herrschen würden mit baltischen Erwartungen, im Vergleich zu den anderen nordischen Ländern seien somit die Erwartungen einfach nicht so hoch ans Leben. Was scheinbar auch sehr wichtig für die Finnen sei, egal ob sie gewinnen würden, Hauptsache die Schweden würden verlieren. Hier besteht scheinbar eine gewisse Rivalität.



Finnland stand früher teilweise unter schwedischen und auch unter russischen Einfluss. Bevor sie 1917 die Unabhängigkeit erlangten, befand sich Alexander der Zweite, ein russischer Zar, hier an der Spitze. Zu dieser Zeit wurde auch die Hauptstadt Finnlands, welche sich früher an der Küste zu Schweden in der Nähe von Stockholm befand, auf Helsinki gewechselt. Denn das war den Russen natürlich nicht recht, dass die Hauptstadt so nahe bei Schweden lag. Das erklärte auch den auffällig russisch angehauchten Baustil auf diesem Platz. Das witzige daran, der Architekt war ein Deutscher, wobei die Kathedrale mit ihren Säulen teilweise auch an Griechenland erinnerte. Die umliegenden Gebäude auf diesem Platz umfassten die Wissenschaft (Uni), Religion (Kathedrale), Sicherheit (Polizei) und Politik (Regierungsgebäude).
Noch ein interessanter Aspekt zur Kathedrale, diese wurde innerhalb von 30 Jahren errichtet. Der Architekt selbst erlebte die Fertigstellung nicht mehr. Neben der Kathedrale befinden sich zwei Glockentürme. Da die Glocken zu schwer für die Kirchenkonstruktion selbst gewesen wären. Jedoch findet man nur in einem der beiden die Glocken, der andere wurde nur der Symmetrie wegen errichtet. Etwas irre ist das ganze schon. Es heißt wohl nicht um sonst „die spinnen die Finnen“.
Es ist hier auch alles zweisprachig angeschrieben, das hatte mich schon bei der Straßenbahnfahrt verwirrt. Ich wusste nicht, dass schwedisch aufgrund der 5% Bevölkerungs-Minderheit hier auch als Landessprache gilt. Es komme in Finnland aber teilweise darauf an, wo man sich befindet. Weiter Richtung Schweden ist nur noch alles auf schwedisch angeschrieben, weiter Richtung Russland alles in finnisch. In der Schule müsste man beide Sprachen lernen, die jeweils andere zumindest für 3 Jahre, also sie verstehen einander halbwegs aber sprechen können die meisten hier nicht beide Sprachen. Zusätzlich müssten sie dann noch eine weitere Fremdsprache lernen, wobei Englisch nicht unbedingt Pflicht ist, jedoch von den meisten gewählt wird.
Weiter gings zu einer orthodoxen Kirche (Uspenski Kathedrale), die wieder russische Züge hatte. Eero erzählte uns auch, dass in den 60er und 70er Jahren Filmteams oft in Helsinki anfragten zum Drehen, da man nicht so leicht nach Russland kam. Die beiden Kirchen liegen beide erhöht, wobei der lutherische Dom zuerst fertiggestellt war. Nach Bauschluss wurde dort aber noch eine golden Kugel hinzugefügt, damit sie um ein kleines Stück höher war als die orthodoxe, Wettkämpfe gibt es scheinbar in jeglichen Bereichen.




Beim nächsten Stop sprach unser Guide über Saunen, der heimliche heilige Tempel der Finnen. Es würde im gesamten Land stolze 3.3 Millionen davon geben und im Durchschnitt gehe ein Finne einmal in der Woche hin. Dort würden sie tiefe Gespräche führen, denn ohne Klamotten hat man sowieso nichts mehr zu verstecken, so Eero. Sogar auf dem Riesenrad dahinter gibt es eine schwarze Kabine, wo eine Sauna eingebaut sei. Ich könnte hier nochmal das oben angeführte Zitat verwenden, aber ich verhalte mir das jetzt.


Am Hafen erzählte uns Eero, dass im Winter die Fähren gegen Busse ausgetauscht werden würden, da hier alles so zufriert, dass mit Bussen auf dem Eis gefahren werden kann. Hier fehlt mir ein wenig die Vorstellung dafür, aber wie soll man sonst zu den vielen kleineren Inseln rund um Helsinki gelangen?
Außerdem sprach er über die Küche hier und typische Gerichte. Eines davon habe ich am Abend dann probiert und zwar Karjalanpiirakat, eine Art Teigtörtchen mit Reis gefüllt, schmeckt aber nicht wirklich süß, ich würds eher als Brotersatz verwenden.



Hier gibt es teilweise noch alte Straßenschilder, auf welchen lauter verschiedene Tiere zu finden sind. So hatte man sich früher orientiert, als die Menschen nocht nicht so fit waren mit dem Lesen. Es gäbe Stadteile mit afrikanischen Tieren, einen mit typischen hier vorkommenden und auch einen mit lauter Fischen. In letzterem würde ich definitiv verloren gehen, denn mit Fischen kenne ich mich gar nicht aus.
Als nächstes hielten wir in einer U-Bahn Station an. Denn in Helsinki gibt es ein Tunnelnetzwerk, welches über 300km lang ist. Davon werden jedoch nur 20km für die eine U-Bahn genutzt. Im Winter könne man sich so bequem im warmen Trockenen fortbewegen. Es gibt auch über 5000 Sicherheitsbunker, welche für 900.000 Menschen Platz fassen, obwohl hier nur 700.000 Personen wohnen. Die Finnen seien gerne vorbereitet. In der Zwischenzeit werden sie unter anderem als Gyms, Schwimmhallen und Sportplätze genutzt.
Als letztes hielten wir noch in einem Gebäude, wo eine bekannte Zeitscchrift ihre Büros hat. Hier konnte ich meinem Alptraum beim Auf- und Abfahren zusehen. Die Lifts waren hier so angelegt, dass man einfach die ganze Funktionsweise betrachten konnte. Es seien Kone Lifts, eine finnische Marke, wobei der Name so viel bedeutet wie Maschine.


Diese Tour war echt die beste von den Walkingtours, nicht nur aufgrund seinem perfekten Englisch, sondern auch wegen der Geschichten, die er uns erzählte. Achja da hätte ich ja fast noch vergessen, dass hier überall Studierende mit bunten Hosen und Patches darauf herumlaufen. Das seien die Absolventen der Unis, die aufgrund ihrer verschieden farbigen Hosen schon mal einer Kategorie (Wissenschaft, Politik, Medizin,…) zugeordnet werden können. Das finde ich wiederum eine ganz coole Sache.
Nach der Tour warfen wir noch einen kurzen Blick in die moderne Bibliothek, wo unter anderem auch einige Zimmer waren, die als Besprechungsräume genutzt werden konnten, aber auch lauter kleine Räume, wo Spielkonsolen zum Testen bereit standen.


Anschließend fuhren wir mit der U-Bahn zum Hotel, wo wir eincheckten. Auch hier wieder etwas fragwürdig, die haben sogar Klimaanlagen in den Zimmern. Vermutlich sind für sie schon 20°C zu viel.
Zum Abschluss des Tages ging es nochmal ans Meer. Nur eine U-Bahn Station entfernt, gelangte man auf eine der Inseln, wo wir uns dann den Sonnenuntergang ansahen. Dann wars wirklich genug für heute, denn der Tag hatte ja schon wirklich bald begonnen.








Achja später war ich nochmal kurz unten telefonieren vorm Hotel, da machte ich noch die Bekanntschaft mit zwei Feldhasen, die mitten am Platz vorm Hotel ihr Unwesen trieben.
Am nächsten Tag war wieder etwas Waldbaden angesagt. Wir fuhren in einer Kleingruppe von 6 Leuten und einem Guide per Zug und Bus in einen nahegelegenen Nationalpark, namens Nuuksio. Die Fahrt dauerte eine gute Stunde. Von dort aus wanderten wir zirka 3h geführt im Wald herum.


Finnland selbst besitzt 41 Nationalparks und über 200.000 Seen, davon befinden sich 50 hier. Es gäbe hier Wölfe, Bären und auch Kreuzottern. Bären dürfe man zu einem gewissen Anteil hier sogar jagen.


Es handelte sich um einen Mischwald mit Hauptvegetation bestehend aus Kiefern, Fichten, Birken und Zitterpappeln. Der Boden war voll mit Farnen, Moos, Heidelbeer- und Preiselbeersträuchern.


Aufgrund des hier vorhandenen Granits, könnten die Bäume nicht besonders tief wurzeln und würden deshalb leichter bei Stürmen umfallen. Vielleicht war dies auch der Grund, warum in Lettland vor ein paar Tagen soviele Bäume dem Sturm zum Opfer fielen.




Es war extrem ruhig im Wald, auch Vögel waren kaum zu hören, das läge daran, dass die Paarungszeit vorbei sei. Auch eine auffällig gemusterte Spinne konnte einer der Schotten entdecken.
Wir kamen an ein paar Seen vorbei, wo wir für hier typische "Singschwäne" (mit schwarzer Schnabelspitze) entdecken konnten. Unser Guide erklärte uns auch, dass Fischen für Kinder bis 18 Jahren fast überall erlaubt sei. Alle darüber bräuchten Genehmigungen.








Auch einige Pilze konnten wir entdecken, vor allem Eierschwammerl. Der Guide zeigte uns auch einen sogenannten „Death Angel“ Frühlings-Knollenblätterpilz (das ganz weiße Schwammerl unten im Bild), dessen Verzehr innerhalb kürzester Zeit zum Tod führen würde, die einzige Rettung sei eine Lebertransplantation. Das Toxin würde in der Leber die Zellreproduktion zerstören. Für mich war das sehr interessant, also der Prozess der dahinter steckt, keine Sorge ich habe das Schwammerl nicht eingepackt.


Unsere Gruppe war ganz angenehm, die anderen waren 2 Engländer und 2 Schotten. Der Guide selbst stammte aus Georgien und lebte hier nun schon seit 22 Jahren, er sprach 5 Sprachen: Georgisch, Russisch, Englisch, Finnisch und seit kurzem auch etwas Schwedisch.



Wir hielten dann noch an, um ein paar Heidel- und Preiselbeeren zu naschen. Auch hier fiel keiner von der Gruppe um, also dürften wir die richtigen Beeren erwischt haben. Der eine Schotte traute dem ganzen anfangs nämlich nicht.



Allgemein kann man sich den Nationalpark wie bei uns vorstellen. Es wird einfach gar nicht in die Natur eingegriffen, nur eine Schaf- und Kuhherde darf hier verweilen. Obwohl stimmt nicht ganz, es gibt auch einen Campingplatz, wo man zelten darf. Hier gab es auch gratis Feuerholz zum Holen, ich weiß ganz genau, wem das sicher gefallen hätte.


Nach der Wanderung fuhren wir wieder zurück nach Helsinki mit Bus und Zug. Vom Bahnhof liefen wir sofort Richtung Hafen, wo wir wieder unsere Verpflegungspause einlegten. Für Mama gabs wieder dasselbe, ich probierte heute den Gemüsereis, war super lecker.



Anschließend ging’s noch in die Markthallen, die hier viel edler als in den anderen Ländern bisher aufgebaut waren, dafür aber auch kleiner und besser überschaubar.
Dann fuhren wir mit der Bim in die Nähe der Felsenkirche, wo wir etwas enttäuscht waren vom äußeren Anblick. Nach innen wagten wir uns gar nich. Dafür trafen wir auf einen Robotor, der Essen auslieferte, war witzig ihm zuzusehen. Wir fuhren lieber noch für zwei Stunden ins Hotel als Pause, bevor die abendliche Bootstour losging. Diese Zeit nutzte ich, um für Sonntagmorgen das Taxi zum Flughafen zu buchen, da uns die U-Bahnen zu spät starten würden und mit dem Koffer eine halbe Stunde zum Bahnhof wandern war jetzt nicht unsere Vorstellung von entspanntem Urlaubsabschluss.


Gegen 18:00 Uhr nahmen wir die U-Bahn zur Universität. Diese eine Bahn liegt richtig tief Im Tunnelsystem und beim Eintreten finde ich, kann man die Betonkonstruktion riechen. Auch die Strukturen der Tunnel beeindrucken mich sehr.


Anschließend liefen wir zum Hafen, wo wir schon bald auf unser Boot durften. Wir fuhren bei Sonnenuntergang, der leider etwas hinter den Wolken ablief, für 2,5h entlang der Küste und umrundeten viele kleine Inseln. Mama gefiel die Tour besonders gut, mich mit Bootsfahrten nochmal zu beeindrucken wird echt schwierig. Da mir einfach die Eisberge und die Buckelwale drum herum fehlen, aber kurz vor Schluss konnten wir noch eine Robbe im Wasser entdecken.









Der Anblick der beleuchteten Altstadt als wir zurückkamen, war echt toll. Zusätzlich fand am Hafen gerade ein Live-Konzert statt, was das Ambiente noch um einiges verschönerte. Ich war schlussendlich aber sehr froh, wie wir wieder an Land waren, da der Wind schon etwas mehr ging am Meer und ich teilweise etwas frierte. Zum Glück gab es hier Decken zum Ausborgen. Ja ich weiß, da schreibt sie vorher von ihren Eisbergen und meint dann ihr sei bei 17°C schon kalt. Aber in der Antarktis war ich auch ganz anders ausgerüstet.






Mit der U-Bahn ging’s dann zurück ins Hotel und bald ins Bett. Morgen werden wir uns hier ein Frühstück gönnen, da es auch glutenfreie und laktosefreie Auswahlmöglichkeiten für meine Mama geben soll.
Wir starteten zeitig in den Tag, da das Hotel voll ausgebucht sei und uns geraten wurde eher früher die Frühstücksmöglichkeit zu nutzen. Sie hatten hier richtig viele Auswahl an glutenfreien und laktosefreie Produkten und es war auch alles super gut angeschrieben. Das machte mich happy, dass meine Mutter auch mal ein ordentliches Frühstück bekam.





Anschließend gings mit der U-Bahn Richtung Innenstadt und dann zu Fuß zum Hafen, wo wir eine Fähre auf die Insel Suomenlinna nahmen. Dies war nämlich in unserem Öffi Ticket auch inkludiert. Ich hätte es gar nicht so gut timen können, wir kamen am Hafen an und 5min später legte die Fähre ab.


Die Fahrt dauerte gut 10 Minuten. Auf der Insel gibt es eine Festung, welche unter anderem Schweden, Russland und Finnland zur Verteidiung diente je nach Gebietshoheit in der jeweiligen Zeit.






Es befindet sich dort jetzt nicht nur eine Festung, sondern mehrere Gebäude, es wirkt eher wie ein größeres Dorf für mich. Wir liefen die ganze Insel ab, wobei wir versuchten uns großteils an der Küste entlang zu bewegen.







Dort trafen wir auch auf viele teilweise richtig große Kanonen aus der damaligen Zeit. Auch einige Bunker gab es hier.











An der Küste musste ich fast eine Rettungsaktion starten, da ein anderer Tourist auf den nassen Steinen spazieren gehen musste, dabei natürlich ausrutscht und fast ganz im Meer landete. Besonders beeindruckend war die Königspforte für mich, die für Zeromonien diente. Den Namen bekam sie, da der schwedische König, Adolf Friedrich, der auch als Gründer der Festung galt, 1752 dort ankerte.


Am Weg trafen wir auch eine kostenlose Apfelausgabe, eine super Idee, wenn man das Obst nicht selbst gebrauchen konnte.


Da der Wind heute doch vermehrt sein Unwesen trieb und sich die Menschenmassen gegen mittags mehrten, beschlossen wir wieder ans Festland zurück zu reisen. Auch hier kamen wir genau zum Fährtabfahrtszeitpunkt zu recht.


Am Festland marschierten wir zuerst nochmal in die Martkhallen, wo ich noch ein wichtiges Souvenir besorgen musste, anschließend gabs wieder unsere Versorgungspause am Hafenmarkt. Dort schmeckte es einfach so gut und ich kann ohnehin nicht genug bekommen von Gemüsereis, der geht einfach immer bei mir.


Zum Abschluss unserer Helsinkitour fuhren wir noch etwas mit der Straßenbahn spazieren, um einen Eindruck der Stadt aus einem anderen Blickwinkel zu bekommen. So auf die Art, wie eine Hop on Hop Off Tour, nur mit der Bim. Wir hielten an einer Haltestelle, wo uns eine Kirche ins Auge sprang, die auch öffentlich kostenlos zu betreten war. Auch unseren Freund, den Lieferrobtor, trafen wir wieder an.




Anschließend fuhren wir zum Olympiastadion, wo scheinbar gerade ein Event über die Bühne lief. Scheinbar ein Sportwettkampf zwischen Schweden und Finnland im Leichtathletik Bereich. Das erklärte auch die vielen Menschen in dieser Gegend. Für meinen Geschmack war das in den letzten 10 Tagen schon genug an Fremdenergien von anderen Personen. Ich brauche jetzt dann wieder etwas Zeit für mich, um meine sozialen Batterien wieder aufzuladen.



Neben dem Olympiastadion war ein kleineres Fußballstadion und noch andere Sportplätze rund herum. Wir liefen auch noch ein wenig in den hier beginnenden Central Park hinein, bevor wir diesmal mit der Straßenbahn zurück zum Hotel fuhren.


Wir wollten heute nicht zu spät zurück sein, da wir noch packen mussten für den morgigen Heimflug. Denn gegen 6:00 Uhr würden wir vom Taxi abgeholt werden. Und ehrlicherweise hatte ich jetzt genug vom Stadtleben. Aber mein Fazit nach der Reise bzw. auch etwas ein Vergleich der vier Städte, fasse ich euch nochmal in einem eigenen Beitrag zusammen.
Unser Taxi, welches ich diesmal über BOLT anstatt UBER gebucht hatte, da es um 15€ billiger kam, holte uns pünktlich um 6 Uhr vorm Hotel ab. Wir waren beide froh uns diesmal für dieses Transportmittel entschieden zu haben, denn es hatte in der Nacht zu regnen begonnen und sollte heute auch nicht mehr aufhören. Also optimal um die Heimreise anzutreten.
Am Flughafen in Helsinki lief alles total entspannt ab, es gab genug Automaten für den Eincheckprozess und auch der Securitycheck verlief ohne Wartezeit. Somit waren wir schon viel zu früh am Gate, aber bevor ich zum ersten Mal auf Flughäfen bin, weiß ich nie wie lang man wo braucht. Ich kann mich noch an eine Heimreise von Dublin erinnern, wo ich über eine Stunde alleine nur in der Schlange zum Securitycheck anstand.
Wir hatten diesmal ganz vorne Sitzplätze zugeteilt bekommen. Der Flug war nur 2/3 belegt also auch das ganz angenehm und ruhig. Da konnte ich sogar etwas Schlaf nachholen, die letzten Nächte waren nämlich nicht so gut gewesen.
In Wien wurden wir wie immer von meinem Papa abgeholt, traten jedoch dann noch eine Weiterreise zu meiner Tante nach Orth an der Donau an, die uns mit köstlichem Mittagessen vor der Heimreise versorgte. Die nächste Reise mit meiner Mama wird zur Abwechslung mal kein Städtetrip, aber dazu nächstes Jahr mehr.




