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Tour de Schmarrn


Ein Titel, der vermutlich ein paar Fragen aufwirft, wie:

  • Was bitte ist eine "Tour de Schmarrn" --> Ein Urlaub, wo täglich 1 Kaiserschmarren getestet wird mit abschließendem Ranking


  • Wie bitte kommt man auf so eine Idee?! --> ganz einfach. Also ich bin Kaiserschmarren Liebhaber durch und durch, aber nur wenn er auch wirklich richtig und frisch gemacht wird. Den besten Kaiserschmarren, den ich jemals gegessen hatte, bekam ich damals auf einem unserer Mädlstrips in einem Hotel in der Nähe von Kitzbühel. Dieser Trip muss nun schon fast 4 Jahre her sein. Da wir vier Mädls jährlich ein verlängertes Wochenende gemeinsam wegfahren, warf ich heuer in den Raum eine "Tour de Schmarrn" zu machen und wieder nach Kitzbühel bzw. anschließend noch weiter nach Vorarlberg zu fahren, wo wir auch einen sehr leckeren Kaiserschmarren in einer unserer gemütlichsten Unterkünfte bisher bekommen hatten.


  • Wie plant man so etwas ? --> Nachdem die Idee in den Raum geworfen war, folgte die Planung - zwei Fixpunkte (die Quartiere) hatten wir, der Rest sollte spontan erfolgen. By the way und vermutlich zu eurer Überraschung plane die Mädlsurlaube nicht ich durch, sondern die liebe Katharina Kaltenbrunner übernimmt das immer fleißig. Also hieß es für mich nur entspannt zurück lehnen bzw. den fahrbaren Untersatz inkl. Taxifahrerin bereit stellen. Diesen Teil werde ich wohl nie abgeben.


  • Bestehen solche Urlaube nur aus Essen? --> Nein, nicht ganz. Außerdem wird ganz viel gelacht, in alten Erinnerungen geschwelgt und viele neue schöne Momente werden gesammelt.


Am Donnerstag ging es gegen 10:00 Uhr gemütlich los, da das Wetter für das Wochenende ganz schlecht angesagt hatte. So wie immer, wenn wir fortfahren, regnet es. Wir haben es wirklich schon in den unterschiedlichsten Monaten versucht und auch verschiedenste Himmelsrichtungen (Türkei, Slowenien, quer durch Österreich).. wir schaffen es einfach nie ganz trocken durchzukommen, aber bekanntlich zählt die Gesellschaft ja weit mehr als das Wetter und von ein bisschen Regen lassen wir uns nicht die Stimmung versauen. Als ich allerdings letzte Woche den Wetterbericht genauer unter die Lupe nahm und entdeckte, dass es bis zu O°C in Vorarlberg bekommen sollte und Schneefall möglich sei, wurde ich etwas nervös. Mein geliebter Untersatz, im folgenden als Quaxi bezeichnet (froschgrüner Skoda), hatte schon seine Sommerpatscherl bekommen und ich wusste wir hatten zumindest ein paar Höhenmeter zum Quartier zurück zu legen. Da mir nicht gerade nach "No Risk - No Fun" zu Mute war, entschied ich spontan nochmal auf die Winterpatscherl zu wechseln. Hier ein großes Dankeschön an meinen Mechaniker, der sich hier extra spät abends noch schnell Zeit nahm, um diese mit mir gemeinsam umzustecken. Von meiner Seite stand dem Urlaub somit nichts mehr im Wege. In Wieselburg wurden Kathi R. und Martina eingepackt, auf Kathi K. trafen wir dann auf der Raststation in Voralpenkreuz. Nachdem wir das Gepäck verstaut hatten, ging es los mit der lustigen Fahrt.

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Kathi K. kam sofort in ihr Element und buchte spontan unsere erste Aktivität, damit wir nicht schon vor der Check-In Zeit im Hotel ankamen. Es sollte eine Schnitzeljagd in der Stiegl Brauerei in Salzburg werden. Das war zum warm werden ganz lustig, obwohl jetzt im Vergleich zu anderen Escape Rooms zum Beispiel, die Aufgaben eher einfach zu lösen waren. Anschließend gabs noch ein paar Biere zu verkosten, wobei auch hier Kathi K. die meiste Freude damit hatte. Vermutlich schlug sie die Aktivität auch deshalb vor.

Die Weiterfahrt zum Hotel verlief problemlos, es regnete immer wieder Mal leicht, aber da waren wir schlimmeres gewohnt. Im Hotel angekommen, bekamen wir zufällig genau das selbe Zimmer wie vor 4 Jahren, echt witzig. Nach Zimmerbezug teilten wir uns auf. Martina nahm sofort das Spa unter die Lupe, Kathi R. spazierte eine Runde um den See, während Kathi K. mit mir zwei Runden um den See lief. Denn sie hatte sich für einen Firmenlauf angemeldet und braucht Training und ich wollte mir den Kaiserschmarren verdienen. Mit dem Wetter hatten wir Glück, da wir ein Fenster mit Regenpause erwischten. Sonderlich warm war es jedoch nicht, so um die 8°C. Ich war echt erstaunt wie gut Kathi K. mit mir mithielt, obwohl sie im Vergleich zu mir 3 Seidl getrunken hatte. Da sieht man wieder - Wo ein Wille - da ein Weg. Obwohl es schon etwas mehr Kampf als Lauf war für sie. Nichtsdestotrotz hatten wir bei Rückkunft im Hotel noch etwas Zeit bevor wir zum reservierten Tisch fürs Abendessen mussten. So gesellte sich Kathi K. noch zu Martina ins SPA, während ich mich mit einer heißen Dusche begnügte. Kathi R. kam in der Zwischenzeit von ihrem Spaziergang zurück, wobei sie einen Elefanten auf einer Terrasse entdeckt hatte.

Um 18:00 Uhr war es dann soweit. Wir marschierten zum ersten Kaiserschmarren - ich zumindest. Die anderen aßen davor noch andere Gerichte, die auch lecker waren. Ich jedoch kostete mich bei den anderen nur etwas durch und hob mir den Hunger für den Schmarren auf. Zwei Pfandl Kaiserschmarren wurden gebracht, natürlich ohne Rosinen und mit Zwetschkenröster. Er traf fast all unsere Erwartungen, aber er war etwas zu wenig durch und für meinen Geschmack etwas zu karamellisiert. Ja das geht! Kathi K. fand ihn schon sehr perfekt, ich war nicht 100% davon überzeugt, hatte ich ihn doch noch etwas besser in Erinnerung. Voll gegessen gingen wir dann nach oben, wobei wir bald ins Bett fielen, denn morgen stand schon die Weiterfahrt nach Vorarlberg an.

In der Früh marschierten wir zu viert eine Runde um den See, da es gerade nicht regnete. Anschließend teilte uns Martina leider mit, dass sie aus gesundheitlichen Gründen, den restlichen Trip nicht schaffen würde und lieber die Heimreise mit der Bahn antreten wolle. Wir akzeptierten ihren Wunsch und brachten sie nach dem Frühstück zum Bahnhof.

Von nun an ging die Reise zu dritt weiter. Etwas unentschlossen, wo wir heute unseren Kaiserschmarren herbekommen sollten und was bzw. ob wir am Weg nach Vorarlberg noch eine Aktivität einplanen sollten, machten wir uns auf den Weg. Ich konzentrierte mich aufs Fahren, Kathi K. auf die Planung. Schlussendlich entschieden wir in der Nähe von Dornbirn den gratis Zoo der Firma Doppelmayer zu besuchen. Dort trafen wir auf die unterschiedlichsten Tiere. Dann versuchten wir in einem Restaurant einen Kaiserschmarren zu bekommen, die freundliche Kellnerin meinte jedoch, sie wisse hier kein Lokal in der Umgebung, welches einen auf der Karte hätte, das nächste sei in Bregenz. Davor hatten wir schon versucht eine Reservierung in einem doch besser besuchten Lokal in Dornbirn zu bekommen, jedoch ohne Erfolg. Gar nicht so einfach täglich auf seinen Schmarren zu kommen. Aber so leicht gaben wir nicht auf.

Schön langsam waren wir drei nur schon etwas hungrig und somit auf gut Deutsch "fuadagrantig". Das ließ sich auch an der angespannten Stimmung im Auto erkennen. Wir beschlossen fürs Frühstück einzukaufen und auch gleich etwas mehr für eine Jause mitzunehmen. Denn unser Quartier in Vorarlberg war prinzipiell eine Selbstversorger-Ferienwohnung. Unser momentaner Plan: Einchecken, Jause verspeisen, Escape Room bewältigen und dann auf Kaiserschmarren-Suche zu gehen. Doch dieser Plan sollte nicht ganz aufgehen.


Wir fuhren den Berg nach Bad Kehlegg (gleich bei Dornbirn) hoch und parkten uns vor dem bereits bekannten Quartier, welches auch ein uriges Gasthaus ist, ein. Noch immer etwas angespannt stiegen wir aus dem Auto aus. Da kam plötzlich jemand aus der Unterkunft heraus. Wir trauten alle unsern Augen nicht. Der Koch, der uns damals vor 5 Jahren verköstigte und in den letzten Jahren aber in Stuttgart war, stand auf einmal vor uns. Wir alle dachten, er sei von hier fortgegangen, doch er war heuer wieder zurück gekommen und sollte nun die Hütter hier übernehmen. Wir wurden herzlichst von ihm umarmt und er konnte sich sogar noch an unsere Namen erinnern. Ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist, dürft ihr euch selber denken. Unsere Stimmung war nun auf Wolke 7. Denn nun wussten wir, dass wir die nächsten Tage definitiv gut verköstigt werden würden. Dies war nämlich bisher nicht sicher gewesen, da es vor 3 Wochen noch hieß, es sei unsicher, ob wir hier Essen könnten, denn die Besitzerin wisse nicht, ob sie zu diesem Zeitpunkt einen Koch haben werde. Nun versteht ihr vielleicht unsere doch sehr große Verwunderung über das Wiedersehen mit Yunus - dem Koch.

Er brachte uns in unsere Ferienwohnung und meinte natürlich sofort, wenn wir Hunger hätten, würde er uns was zaubern. Das musste er uns nicht zweimal sagen, wir verstauten unser Gepäck in der Wohnung und begaben uns anschließend sofort in die Gaststube. Damals waren wir so verwundert in einem so urigen Gasthaus asiatische Küche serviert zu bekommen und auch heute hatten wir das Glück von seinen asiatischen Kochkünsten verwöhnt zu werden. Wir teilten uns ein vegetarisches Curry und ein vegetarisches Paneng mit einer großen Schüssel Reis. Dieser wurde uns aber zu wenig, also baten wir um Nachschlag, wobei uns Yunus stattdessen noch eine Portion gebratene Gemüsenudeln brachte. Anschließend stießen wir noch mit einem Stamperl auf das Wiedersehen an und tauschten ein paar Geschichten aus. Er wusste, dass Kathi K. in der Zwischenzeit geheiratet hatte und dass ich die bin, die in der Weltgeschichte herum fliegt - Du bist doch die Traveleule - genau so waren seine Worte.

Voll gegessen fuhren wir dann nochmal nach Dornbirn runter, wo wir unser Glück in einem Escape Room versuchten. Auch hier waren wir schon vor 5 Jahren, damals hatten wir den Raum nicht geschafft, da eine Türe, die aufgehen hätte sollen, einfach nicht aufging. Also das war damals nicht unsere Schuld. Diesmal schafften wir einen anderen Raum, jedoch fanden wir diesen auch nicht so toll. Da hatten wir schon bessere Escape Rooms absolviert. Das ist übrigens auch so eine klassisches Schlechtwetterprogramm von uns und da wir oft bei Regenwetter unterwegs sind, hatten wir schon die unterschiedlichsten Escape Rooms in verschiedensten Bundesländern durch.

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Nun war nur noch eine Sache offen, den heutigen Kaiserschmarren zu finden. Wir marschierten zu Fuß noch durch Dornbirn und wurden in einem kleinen polnischen Café fündig. Dieser Schmarren wurde uns mit Zitronensorbet und Erdbeeren in einem Eisbecher serviert. Das Resümee: er war ganz okay, aber halt nicht das was wir uns als klassischen Kaiserschmarren vorstellen. Vor allem vermuteten wir, dass er einfach in der Mikro gewärmt wurde und nicht frisch gemacht war. Aber wir hatten das Tagesziel erreicht.

Anschließend gings durch nun doch heftigen Regen für eine viertel Stunde zurück zu Quaxi und mit ihm zum Quartier. Dort versuchten wir im Wohnzimmer im Kamin noch etwas einzuheizen, wobei wir leider nicht sehr erfolgreich waren. Das Holz war einfach zu dick bzw. feucht. Deshalb gings dann auch zeitig ins Bett. Ich brauchte zwei Decken, sonst wär ich erfroren, da es nicht sonderlich warm war in der Wohnung, aber das würden wir morgen ändern.

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Zu unserem erstaunen schafften wir es bis halb 9 im Bett liegen zu bleiben. Kathi R. und ich waren eher von der Frühaufstehersorte und um diese Zeit normalerweise schon wieder das erste Mal müde. Doch wir alle hatten echt gut geschlafen. Erste Tagesaufgabe: erfolgreich Feuer machen. Da es für den Nachmittag heute vermehrt Regen ansagte, hatten wir gestern schon beschlossen es gemütlicher anzugehen und einen Brettspieltag zu machen. Spiele hatten wir genug mit und sollten diese ausgehen, blieb uns noch eine kleine Auswahl der Spiele der Unterkunft übrig. Aber zuerst mussten wir die Küche mit dem großen Esstisch warm bekommen. Während Kathi R. ihr morgendliches Honigbrot verspeiste ohne dem mit ihr nichts anzufangen war, hackte Kathi K. die großen Holzscheite in kleinere voneinander, um so das Feuer leichter in die Gänge zu bekommen. Das Anheizen erforderte etwas Geduld und stellten meinen Part der Aufgabenverteilung dar. Als wir zufrieden mit dem Feuer waren, beschlossen wir direkt von der Unterkunft weg noch eine Runde zu spazieren, da es bis mittags noch trocken bleiben sollte.

Vom Quartier weg ging es gleich mal steil bergauf, auf unserer Wanderung trafen wir auch einige sehr hübsche Rindviecher, marschierten an einer Kapelle vorbei und trafen sogar auf etwas Schnee. Die Gipfel der Berge rundherum waren ohnehin alle schneebedeckt. Heute hatten wir das Glück sie sogar teilweise ganz erblicken zu können, da sich gegen 11 Uhr sogar die Sonne blicken ließ. Das beste daran, wir trafen auf so gut wie keinen anderen, da es doch eher frisch war. Nach zwei Stunden beendeten wir unsere Wanderung beim Quartier und hatten echt Glück, denn keine 10 Minuten später schüttete es schon ordentlich. Also hatten wir unser Wanderzeitfenster optimal gewählt.

In der Küche war es auch schon angenehm warm, nur das Feuer musste ich nochmal erneut entfachen. Diesmal klappte es aber schon ohne Problem, dank der guten Vorarbeit unserer Holzhackerin. Nach unserem Brunch, war es Zeit die Spiele auszupacken. Wir spielten Cluedo in Harry Potter Version, eine Runde Hotel und Uno Zero. Anschließend benötigte Kathi R. eine kurze Verschnaufpause, während ich Kathi K. noch Harry Potter Quiz fragen stellte, um sie zu beschäftigen. Bevor wir dann um 17:00 Uhr nach oben in die Gaststube spazierten, heizten wir noch im Wohnzimmer ein, um anschließend einen gemütlichen Abendausklang genießen zu können.

In der Gaststube angekommen, begrüße uns Yunus sogleich und überredete uns zu zwei Suppen als Vorspeise vor unserm Kaiserschmarren. Wir testeten seine Kartoffel-Lauch-Suppe und auch eine thailändische Gemüsesuppe. Beide waren wirklich ausgezeichnet lecker. Doch das Highlight war natürlich sein Kaiserschmarren. Der war wirklich total perfekt, von der Konsistenz und vom Geschmack. Dazu servierte er uns karamellisierte Äpfel. Für mich war klar, er übernahm damit die Führung in meinem Schmarrn-Ranking, da er auch mit der etwas dezenteren Süße bei mir genau ins Schwarze traf.

Wir blieben dann noch etwas in der Gaststube, gönnten uns Spritzer und Möhrenbräu und spielten unsere Spiele weiter. In der Zwischenzeit lief immer einer von uns nach unten um nachzulegen, damit das Feuer nicht ausging. Mittlerweile hatten wir da unten schon fast eine Sauna. Das war beim abschließenden Abendausklang sogar mir fast zu heiß. Hier spielten wir dann zwei Spiele aus der Unterkunft, eines war schon aus dem Jahr 1990, gefiel uns aber recht gut und natürlich der Klassiker Mensch ärgere dich nicht, der auch immer geht. Gegen Mitternacht hieß es dann ab ins Bett, da wir morgen unsere Heimreise antreten würden und uns doch 7h Fahrt bevor stehen würden.

Die heutige Nacht war weit schlechter, vermutlich aufgrund der zu hohen Temperatur im Zimmer. Man schläft ja bekanntlich bei kühleren Temperaturen besser. Nichtsdestotrotz standen wir kurz nach 7 Uhr auf. Ich übernahm wieder den Job das Feuer in die Gänge zu bekommen, mittlerweile ging das schon echt gut. Die beiden anderen kümmerten sich um das Frühstück. Anschließend wurde alles zusammen gepackt und sauber gemacht. Dann hieß es Abschied nehmen vom Quartier, von Vorarlberg und leider auch von Yunus. Er hatte uns noch extra 3 Gläser frische Currysoße gemacht, da wir am Vortag angekündigt hatten, diese gern mit nach Hause nehmen zu wollen. Wir verabschiedeten uns bei ihm, wobei wir versprachen bald wieder zu kommen, dann aber wieder zu viert. Um Punkt 9:00 Uhr starteten wir die Heimreise, welche mit einem Halt auf halber Strecke in der Kundler Klamm abgerundet werden sollte. Das Wetter war heute zwar kühl, aber richtig sonnig. So dass wir den Anblick der Berge, die ganze Fahrt lang, bewundern konnten.


In Kundl angekommen, marschierten wir die ganze Klamm nach hinten und hielten am Rückweg in einem Gasthaus. Dort mussten wir ja noch unseren vierten Kaiserschmarren verköstigen. Jetzt kam die Stunde der Wahrheit, welcher Schmarren würden Platz 1 belegen? Als Vorspeise teilten wir uns wieder zwei Suppen. Zum heutigen Kaiserschmarren wurden Apfelmus und Preiselbeeren serviert, so hatten wir es in den vier Tagen geschafft, vier unterschiedliche Beilagen serviert zu bekommen. Optisch war er wirklich eine Augenweide, jedoch konnte er uns nicht 100% vom Geschmack überzeugen. Er war echt gut, aber Yunus und der aus Kitzbühel waren geschmacklich doch nochmal ein Stück besser. Am Rückweg zum Auto hielt ich noch einen Moment im Flussbeet der Klamm inne und holte mir ein paar Kindheitserinnerungen her. Wir waren früher öfter im Zillertal zu Besuch und die Klamm war immer ein Fixpunkt, da sich in meiner Familie ein paar Steinsammler/innen befinden. Dabei musste ich auch besonders an meinen bereits 2007 verstorbenen Großvater denken, der Tirol und das Zillertal einfach liebte.

Dann war es Zeit für die Heimreise, die bis auf die Tatsache, dass mir die Fahrt über das kleine deutsche Eck verwehrt blieb, ohne Probleme verlief. Kathi K. wurde am Knoten Voralpenkreuz abgesetzt. Die letzten Kilometer nach Hause waren wir dann zu zweit unterwegs.


Unser Mädlsurlaub war wie immer eine gelungene Auszeit in der wir wieder wunderschöne neue Erinnerungen gesammelt hatten. Diesmal tat der Bauch zwar nicht nur vom vielen Lachen weh, sondern auch etwas von dem vielen Schmarren, aber trotzdem waren diese, jedes kg mehr auf der Waage wert. Unser schlussendliches Ranking war eindeutig, Platz 1 ging an Yunus, Platz 2 an den Kitzbühler, Platz 3 an den Kundler Schmarren und Rang 4 etwas abgeschlagener bekam der "polnische" Schmarren. Fazit: das nächste Mal fahren wir einfach gleich nach Vorarlberg, machens uns dort vorm Feuer gemütlich und lassen uns von Yunus kulinarischen verköstigen.

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